Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Apulien

Jeder Stiefel hat seinen Absatz. Im Fall von Italien ist dies die Region Apulien entlang des Ionischen und des Adriatischen Meeres. Hier erwartet dich der östlichste Punkt des Landes – die Küste bei Otranto ist nur 80 km von Albanien entfernt – sowie die flachste Region Italiens, die zu 98,5 % aus ebenem bzw. hügeligem Gelände besteht. Durch die vergleichsweise exponierte Lage im Südosten hinkte Apulien in der Frühgeschichte ein wenig hinter der Entwicklung des übrigen Landes hinterher, was jedoch für faszinierende Zeugnisse längst vergangener bzw. im Rest Italiens ansonsten kaum vertretener Völker sorgte. Die Top 10 Sehenswürdigkeiten von Apulien zeigen dir den Stiefelabsatz von dessen schönster Seite.

Castel del Monte, Apulien

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Castel del Monte

Auf der Spitze eines Hügels mitten in der kargen Landschaft Andrias liegt ein Schloss, das Forschern seit jeher ein Rätsel aufgibt. Castel del Monte wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, blieb aber unvollendet. Das achteckige Gebäude mit wiederum acht achteckigen Türmen besteht überwiegend aus Kalkstein und diente vermutlich als Machtdemonstration des damals herrschenden Stauferkaisers Friedrich II. Im gesamten Schloss, das 1996 zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde und seit 2001 die Rückseite der italienischen 1-Cent-Münze ziert, stößt du immer wieder auf die Zahl Acht. Zahlreiche verworrene Gänge und das kuriose, schmucklose Interieur verwundern und irritieren. Ob du das Rätsel lösen kannst?

Grotte di Castellana, Apulien

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Grotte di Castellana

Im frühen 20. Jahrhundert diente ein Loch in der Erde den Bewohnern von Castellana Grotte als Müllhalde. 1938 wurde in diesem „Loch“ schließlich eine ganz besondere Höhle entdeckt. Die Grotte di Castellana mit ihrem eindrucksvollen, brüchigen Karstgestein und faszinierenden Kalkablagerungen zählt heute zu den schönsten Höhlen Italiens und zieht Besucher aus aller Welt an. Auf deiner Wanderung durch die Grotten stößt du außerdem auf fossile Formen, gewaltige Schluchten und kuriose Gesteinsgebilde, die teils in grellen Farben leuchten.

Gargano, Apulien

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Gargano

Der Sporn Italiens ist zugleich der größte Nationalpark des Landes. Gargano verbindet beeindruckend üppige und prächtige Flora und Fauna mit spirituellen Orten. Die Wallfahrtskirche Santa Maria delle Grazie in San Giovanni Rotondo zieht beispielsweise Pilger aus aller Welt an. Auch die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Michaelsgrotte beeindruckt und bewegt bis heute. Im großen Nationalpark mit seiner artenreichen Bewaldung leben unter anderem die letzten 100 Garganischen Rehböcke der Welt. Ob Einkehr oder Naturgenuss, Gargano zählt zu Apuliens schönsten Fleckchen.

Trulli von Alberobello, Apulien

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Die Trulli von Alberobello

Die gesamte Stadt Alberobello in Apulien zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese Ehre hat sie den Trulli zu verdanken, den weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kegelbauten. Ursprünglich wurde die Kegelform für Hirtenhütten verwendet, doch in Alberobello entstanden ganze Trulli-Stadtteile. Ihr Bau geht auf Graf Giangirolamo II. Acquaviva von Conversano zurück, der durch die leicht zu demontierenden Trulli-Bauten das Verbot der Siedlungsgründung durch das Königreich Neapel umging. Lass dich vom Blick auf die Kegel der Stadt verzaubern!

Basilika Santa Croce in Lecce, Apulien

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Basilika Santa Croce in Lecce

Einst schien es, als ob die Basilika Santa Croce nie fertiggestellt werden würde. Drei Jahre nach Baubeginn im Jahr 1353 verstarb Förderer Gualtiero VI. di Brenne. 1549 ging es schließlich weiter, doch es sollte weitere 150 Jahre bis zur endgültigen Fertigstellung dauern. Dafür erstrahlt die Basilika in Lecce heute in besonders schönem Licht. Die prunkvolle Barockfassade mit ihren korinthischen Säulen und zahlreichen Verzierungen begeistert. Karyatiden, Engelsgestalten und verschiedene Statuen tragen die Fassade und Seitenschiffe. Siebenzehn Altäre, zig Fresken und Gemälde machen auch das Innenleben zu einem bewegend schönen Erlebnis.

Ostuni, Apulien

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Ostuni

Schon von weitem leuchtet dir „die weiße Stadt“ im Südosten Apuliens entgegen. Ostuni trägt diesen Beinamen aufgrund der zahlreichen weiß gekalkten Häuser in der Altstadt. Bereits im Mittelalter wurde diese Farbe geschätzt, da sie einerseits die engen Gassen heller machte und andererseits vor der Ausbreitung der Pest schützen sollte. Bis heute sind alle Hausbesitzer verpflichtet, das einheitliche weiße Stadtbild zu erhalten. Bei einem Besuch Ostunis solltest du dir ebenfalls die wunderschöne Barockkirche Santa Maria Maddalena oder das Rathaus mit barocker Oronzo-Säule nicht entgehen lassen.

Grottenkirche San Michele, Apulien

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Grottenkirche San Michele

Im weiten Nationalpark Gargano stößt du auf das älteste Michaelsheiligtum des Abendlandes. Der Legende nach erschien der Erzengel Michael am 8. Mai 492 auf einem Berg in Monte Sant’Angelo. Die Grottenkirche liegt teils unterirdisch. Durch ein Portal, das die Vergebung aller Sünden verspricht, trittst du in dieses langobardische Wunderwerk ein, das mittlerweile auch zum UNESCO-Welterbe zählt. Im Inneren des Berges, hinter einer der ältesten Bronzetüren Apuliens, erwartet dich ein faszinierender Ort der inneren Einkehr und Ruhe.

 

 

 

Castello Aragonese in Tarent, Apulien

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Castello Aragonese in Tarent

Ein kleiner Kanal trennt die Isola del Borgo Antico vom Festland Tarents. Hier wurde vor über 1000 Jahren der Grundstein für eine Festung gelegt, die einst vor den Angriffen der Republik Venedig und der Sarazenen diente, und im späten 15. Jahrhundert schließlich zum Castello Aragonese ausgebaut wurde. Laufende Vergrößerungs- und Erweiterungsarbeiten führten zur heutigen Form mit zahlreichen Türmen, vielen Ecken und der großartigen Gartenanlage mit Labyrinth. Im Inneren erwartet dich ein kleines Marinemuseum.

Borgo Antico von Otranto, Apulien

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Borgo Antico von Otranto

Die Altstadt Otrantos findet sich laufend in Diskussionen um Weltkulturerbe-Destinationen wieder. In einer der schönsten Städte Italiens, bereits in der mittleren Bronzezeit besiedelt, tummeln sich zahlreiche faszinierende Sehenswürdigkeiten. Die Kathedrale Santa Annunziata ist reich an prachtvollen Bodenmosaiken und besitzt eine nicht minder sehenswerte Krypta. Auch die Festung Castello Aragonese, die byzantinische Kirche San Pietro und den monumentalen, etwas außerhalb gelegenen Grabbau Torre Pinta musst du unbedingt gesehen haben.

Gallipolis Altstadt, Apulien

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Gallipolis Altstadt

Auf einer Felseninsel vor dem Festland befindet sich die Altstadt Gallipolis im äußersten Süden des Stiefelabsatzes. Hier spielt sich der typische Alltag Apuliens ab. Der Geruch feiner Köstlichkeiten weht durch die engen Gässchen, der Fischmarkt bietet Frischgefangenes und ist gleichzeitig idealer Ausgangspunkt für den Rundweg um die Insel. Kleine Souvenirläden, charmante Kirchen und das mächtige Kastell begleiten den Weg durch dieses herrlich ursprüngliche Gebiet, das sich seinen alten Charme bewahren konnte.

Sehenswerte Natur, eindrucksvolle Architektur und ein Hauch von rustikalem, klassischem Charme umweht Apulien. Lass sich von der faszinierenden Geschichte und den freundlichen Bewohnern verzaubern, und entdecke noch viele weitere Urlaubsmöglichkeiten in Italien mit den Tipps von ZAINOO!

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