{"id":1174,"date":"2024-10-17T09:15:16","date_gmt":"2024-10-17T09:15:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/?p=1174"},"modified":"2024-10-17T09:15:16","modified_gmt":"2024-10-17T09:15:16","slug":"unesco-welterbe-via-appia-regina-viarum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/de\/unesco-welterbe-via-appia-regina-viarum\/","title":{"rendered":"UNESCO Welterbe Via Appia. Regina Viarum"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1175\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1175\" class=\"size-medium wp-image-1175\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2450378_dolcevia-300x199.jpg\" alt=\"\u00a9pixabay.com\/Dolcevia\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2450378_dolcevia-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2450378_dolcevia-900x598.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2450378_dolcevia-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2450378_dolcevia.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1175\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9pixabay.com\/Dolcevia<\/p><\/div>\n<p>Wie l\u00e4sst sich die kulturelle Relevanz einer Region, ja sogar eines ganzen Landes messen? Dar\u00fcber streiten Experten und Laien seit Jahrhunderten. Die UNESCO-Liste der Welterbest\u00e4tten gibt zumindest einen Anhaltspunkt, und Italien nimmt eine zentrale Rolle ein. Im Jahr 2024 wurde bereits der 60. St\u00e4tte die besondere Ehre der Aufnahme zuteil \u2013 eine mit besonderem historischen Hintergrund. Unter dem Titel \u201eVia Appia. Regina Viarum\u201c wird die einzigartige R\u00f6merstra\u00dfe, die urspr\u00fcnglich Rom mit Capua und Brindisi verband, sowie die von Benevent ebenfalls nach Brindisi f\u00fchrende Via Traiana entlang 22 Stationen durch vier Regionen erfasst. Wir verraten dir, was die Via Appia so wichtig machte, was es mit dem Beinamen \u201eRegina Viarum\u201c auf sich hat, und was es in diesen Abschnitten zu bewundern gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Revolution im Stra\u00dfenbau<\/strong><\/p>\n<p>Das R\u00f6mische Reich wuchs schnell und expandierte binnen vergleichsweise kurzer Zeit von einer Lokal- zu einer Gro\u00dfmacht. Um alle Ecken dieses gr\u00f6\u00dfer werdenden Herrschaftsgebiets zu erreichen, brauchte es befestigte, direkte Verbindungen zu zentralen Orten. Unter dem Konsul Appius Claudius Caecus begann 312 v. Chr. der Bau der ersten R\u00f6merstra\u00dfe, die Via Appia. Urspr\u00fcnglich verband sie die Hauptstadt Rom mit Capua und sollte den milit\u00e4rischen Nachschub erleichtern, bevor sie um 190 v. Chr. mit Brindisi, einer Hafenstadt im heutigen Apulien im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden Italiens, in der heutigen L\u00e4nge von 540 km verbunden wurde. Nicht umsonst erhielt sie bereits in der Antike den Beinamen \u201eRegina Viarum\u201c, zu Deutsch \u201eK\u00f6nigin der Stra\u00dfe\u201c, der auf den r\u00f6mischen Dichter Publius Papinius Statius aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Vergleich zu den damals vorherrschenden unbefestigten Naturwegen, die sich nach den geologischen und topografischen Begebenheiten richteten, waren die R\u00f6merstra\u00dfen, die schlussendlich ein Streckennetz von 80.000\u2013100.000 Kilometern erschlossen, den heutigen Stra\u00dfen deutlich \u00e4hnlicher. Der Grund wurde durch einen Aushub von etwa einem Meter gesichert, bevor Schichten aus groben Steinen, Kies und Sand bis zur aus Pflastersteinen bestehenden und von Randsteinen umrahmten Fahrbahndecke f\u00fcr Stabilit\u00e4t sorgten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Verfall der Via Appia selbst begann in der Sp\u00e4tantike, als die Versumpfung der Pontinischen Ebene s\u00fcd\u00f6stlich von Rom einsetzte. Die heutige Fernverkehrsstra\u00dfe wurde ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert errichtet und gewann durch die Trockenlegung der S\u00fcmpfe in den 1930er Jahren an Bedeutung. Heute ist sie als SS 7 Via Appia eine Staatsstra\u00dfe und folgt weitestgehend dem urspr\u00fcnglichen Streckenverlauf. Und doch kannst du an vielen Abschnitten nach wie vor zumindest Teile der antiken Stra\u00dfe sehen, vor allem in Rom, wo einst Grabm\u00e4ler und Katakomben die Route s\u00e4umen. Einige von ihnen lassen sich auch heute noch besichtigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von Rom nach Brindisi in 18 Stationen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Streckenverlauf der Via Appia von Rom nach Brindisi bringt nicht nur Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende an Stra\u00dfen- und St\u00e4dtebau zusammen, sondern f\u00fchrt durch eine spannende Landschaft im S\u00fcden Italiens, die sich mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Wir folgen den 18 Stationen der UNESCO-Weltkulturerbest\u00e4tte durch insgesamt vier Regionen und stellen dir das eine oder andere Highlight entlang des Weges vor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Via Appia in Latium<\/strong><\/p>\n<p>Ihren Ursprung nimmt die weltber\u00fchmte R\u00f6merstra\u00dfe in Rom, im Herzen Latiums, und f\u00fchrt langsam in Richtung S\u00fcden. Die H\u00e4lfte aller Stationen befindet sich in dieser Region, und das kommt nicht von ungef\u00e4hr:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Station 1:<\/strong> Auf der heutigen Piazza di Porta Capena in Rom soll sich einst ein Tor befunden haben \u2013 der Ausgangspunkt der Via Appia. Entlang der ca. 21 Kilometer bewegst du dich durch den S\u00fcdosten Roms. Du passierst die Caracalla-Thermen sowie zahlreiche gro\u00dfe Grabm\u00e4ler und Katakomben auf deinem Weg aus der Stadt.<\/li>\n<li><strong>Station 2:<\/strong> Die Albaner Berge, \u00dcberreste eines ehemaligen Vulkangebirges, stellen den n\u00e4chsten Abschnitt dar. Du erreichst die sympathische Stadt Albano Laziale mit \u00dcberresten des alten r\u00f6mischen Legionslagers Castra Albana, einer alten Thermen und einem weitestgehend verfallenen Amphitheater. Ein Viadukt f\u00fchrt dich zur dritten Station.<\/li>\n<li><strong>Station 3:<\/strong> Auf der 19. bis 24. Meile, wie es in der offiziellen Bezeichnung hei\u00dft, nimmst du antike Ortschaft Lanuvium ins Visier. Der Abstecher ins heutige Lanuvio widmet sich dem imposanten Heiligtum Santuario di Giunone Sospita mit seinem gewaltigen S\u00e4ulengang, bevor es erneut in die Pontinische Ebene geht.<\/li>\n<li><strong>Station 4:<\/strong> Ein Abstecher in die von einem Feuersturm zerst\u00f6rten antiken Stadt Norba, unweit des heutigen Norma, ist ein Muss. Die ab 2011 gro\u00dffl\u00e4chig freigelegten Stra\u00dfenz\u00fcge f\u00fchren dich durch eine aktive Ausgrabungsst\u00e4tte. Der Legende nach sollen Zyklopen oder Herkules die Stadt gegr\u00fcndet und die massiven Steine des Haupttors arrangiert haben.<\/li>\n<li><strong>Station 5:<\/strong> Eine weitere antike Stadt liegt im Fokus dieses Abschnitt.s Die einstige r\u00f6mische B\u00fcrgerkolonie Tarracina unweit des heutigen Terracina ist \u00fcber diverse Br\u00fccken und Tore erreichbar. \u00dcberreste alter Geb\u00e4ude wurden in sp\u00e4tere Strukturen einbezogen, beispielsweise die Porta Romana oder das Foro Emiliano.<\/li>\n<li><strong>Station 6:<\/strong> Fundi (heute: Fondi) wurde vermutlich von den Aurunkern gegr\u00fcndet und erst sp\u00e4ter von den R\u00f6mern \u00fcbernommen. Die massive Stadtmauer, welche heute die Via Appia einrahmt, \u00fcberstand schwere Bombenangriffe und rahmt spektakul\u00e4re T\u00fcrme sowie das erdr\u00fcckende Portella ein.<\/li>\n<li><strong>Station 7:<\/strong> Einer der landschaftlich sch\u00f6nsten Abschnitte der Via Appia f\u00fchrt \u00fcber die Monti Aurunci durch den gleichnamigen Naturpark. Die R\u00f6merstra\u00dfe bahnt sich ihren Weg durch Klammen und enge Haarnadelkurven, erreicht Steigungen von bis zu 9,8 % und f\u00fchrt dich an alten Heiligt\u00fcmern sowie massiven W\u00e4nden alter Wasserreservoirs in Richtung Itri.<\/li>\n<li><strong>Station 8:<\/strong> Nach dieser Herausforderung geht es von Meile 83 bis Formiae \u00fcber langgestreckte flache Abschnitte in Richtung Meer, vorbei an der hoch aufragenden Tomba di Cicerone. Im heutigen Formia begr\u00fc\u00dfen dich massive T\u00fcrme sowie ein Brunnen aus r\u00f6mischer Zeit, der einst den Durst der Reisenden stillte. \u00dcber Castellone geht es zum n\u00e4chsten Abschnitt.<\/li>\n<li><strong>Station 9:<\/strong> Der Weg von Latium nach Kampanien widmet sich der einstigen r\u00f6mischen Kolonie Minturnae, deren urspr\u00fcnglich milit\u00e4rische Ausrichtung du anhand des Mauerwerks gut nachvollziehen kannst. Auf den moderneren Abschnitten der Via Appia erkennst du die Spuren der alten Viehkarren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1177\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1177\" class=\"size-medium wp-image-1177\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_328244809_dinoph-300x200.jpg\" alt=\"\u00a9Bigstock.com\/DinoPh\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_328244809_dinoph-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_328244809_dinoph-900x600.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_328244809_dinoph-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_328244809_dinoph.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1177\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Bigstock.com\/DinoPh<\/p><\/div>\n<p><strong>Via Appia in Kampanien<\/strong><\/p>\n<p>Weiter geht es in die Region Kampanien, die vor allem f\u00fcr ihre Hauptstadt Neapel sowie den aktiven Vulkan Vesuv bekannt ist. Die am dichtesten besiedelte Region Italiens beherbergt vier Stationen der Welterbest\u00e4tte:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Station 10:<\/strong> Weiter geht es entlang eines langgezogenen flachen K\u00fcstenabschnitts, bevor der Monte Massico ins Landesinnere f\u00fchrt. Zun\u00e4chst steht Sinuessa am Programm. Die wenigen erhaltenen Reste des Amphitheaters, der Mauern und des Aqu\u00e4dukts erinnern an die R\u00f6merzeit. Pagus Sarclanus, ein gewaltiger r\u00f6mischer Komplex, bringt dich zum n\u00e4chsten Ziel.<\/li>\n<li><strong>Station 11:<\/strong> Die bereits im 9. Jahrhundert v. Chr. besiedelte Region des heutigen Capua tr\u00e4gt auch heute noch die Spuren r\u00f6mischer Triumphe. Hier findest du \u00dcberreste des zweitgr\u00f6\u00dften Amphitheaters des R\u00f6mischen Reichs sowie den Triumphbogen zu Ehren von Kaiser Hadrian. Ein \u00fcberaus seltenes, gut erhaltenes Mithr\u00e4um erwartet dich in der Innenstadt.<\/li>\n<li><strong>Station 12:<\/strong> Wir n\u00e4hern uns nun Benevent, dem einstigen Beneventum und urspr\u00fcnglichen Ziel der ersten Via Appia. Hier steht der weltber\u00fchmte Trajansbogen, dessen Reliefs ein komplettes politisches Programm abbilden. Ein weiteres verfallenes Amphitheater sowie der monumentale Arco del Sacramento z\u00e4hlen zu den Highlights.<\/li>\n<li><strong>Station 13:<\/strong> Nun begeben wir uns auf den Weg in die Region Basilikata und nehmen Aeclanum ins Visier. Zuvor machst du Halt in Nuceriola, wo Reisende einst rasteten. Die weiterhin in den Himmel ragenden Pfeiler der zerst\u00f6rten Ponte Rotto sind Zeugen l\u00e4ngst vergangener Tage. In der Ausgrabungsst\u00e4tte Aeclanums erwarten dich \u00dcberreste der alten Mauer- und Stadtstrukturen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Via Appia in der Basilikata<\/strong><\/p>\n<p>Eine der am d\u00fcnnsten besiedelten Regionen Italiens wird zum \u00dcbergang in Richtung Stra\u00dfenende. Gerade einmal eine Station befindet sich in der Basilikata und f\u00fchrt ohne Umschweife weiter nach Apulien:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Station 14:<\/strong> Zwischen hochaufragenden H\u00e4ngen und weiten Feldern zieht sich die Via Appia durch das Obere Bradano-Tal. Dieses Gebiet wurde \u00fcber weite Strecken bereits zu r\u00f6mischer Zeit landwirtschaftlich genutzt. Venosa mit seinem Arch\u00e4ologiepark ist ein Muss, speziell die alte Abbazia della Santissima Trinit\u00e0.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Via Appia in Apulien<\/strong><\/p>\n<p>Den Abschluss dieser gro\u00dfen Reise macht Apulien, die s\u00fcd\u00f6stlichste Region Italiens, die den \u201eAbsatz\u201c des Landes bildet. Auf dem Weg nach Brindisi findest du die letzten vier Stationen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Station 15:<\/strong> Zahlreiche Wagenspuren f\u00fchren dich entlang einer ehemaligen \u201eSchafstiege\u201c mitten durch einen weiteren landschaftlich sch\u00f6nen Abschnitt. Unweit der heutigen Stadt Altamura siehst du die \u00dcberreste der alten Stra\u00dfe sowie kleiner Raststationen.<\/li>\n<li><strong>Station 16:<\/strong> Mit Tarent, das urspr\u00fcnglich eine griechische Kolonie war, steht eine weitere wichtige Stadt auf dem Programm. Immer wieder st\u00f6\u00dft du auf \u00dcberreste des einstigen Tarentum, wie die S\u00e4ulen des Tempo Dorico oder der tats\u00e4chlichen mit Schotter geh\u00e4rteten Via Appia Antica. Weitere Highlights besichtigst du im Arch\u00e4ologischen Nationalmuseum.<\/li>\n<li><strong>Station 17:<\/strong> Die alte R\u00f6merstra\u00dfe setzt nun ihren Weg zur Adriak\u00fcste fort und f\u00fchrt an der einstigen Raststation Mesochorum vorbei. Rund um Oria siehst du die Reste diverser Abzweigungen der Via Appia, die unter anderem die einst von den Messapiern gegr\u00fcndete Stadt Urbius erschlossen. Bei der Raststation Scamnum hast du bereits das Ziel vor Augen.<\/li>\n<li><strong>Station 18:<\/strong> Die r\u00f6mische Kolonie Briundisium wurde um 244 v. Chr. gegr\u00fcndet, um den nat\u00fcrlichen Hafen zu erschlie\u00dfen. Das heutige Brindisi wurde zu einem strategisch wichtigen Punkt des R\u00f6mischen Reichs. Davon zeugen diverse Ausgrabungsst\u00e4tten, beispielswiese San Pietro degli Schiavoni, sowie die m\u00e4chtigen r\u00f6mischen S\u00e4ulen am Ende der Via Appia.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1176\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1176\" class=\"size-medium wp-image-1176\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_7129689_eleatell-300x169.jpg\" alt=\"\u00a9pixabay.com\/Eleatell\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_7129689_eleatell-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_7129689_eleatell-900x506.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_7129689_eleatell-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_7129689_eleatell.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1176\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9pixabay.com\/Eleatell<\/p><\/div>\n<p><strong>Die vier Stationen der Via Traiana<\/strong><\/p>\n<p>Moment mal, war nicht urspr\u00fcnglich von 22 Stationen die Rede? Tats\u00e4chlich haben wir dir vorerst vier davon unterschlagen. Sie geh\u00f6ren zur Via Traiana, die bei Station 12 in Benevent von der Via Appia abzweigt und ebenfalls nach Brindisi f\u00fchrt. Sie entstand um 109 v. Chr. auf Gehei\u00df von Kaiser Trajan, als die Via Appia aufgrund einer milit\u00e4risch ruhigen Zeit an Bedeutung verloren hatte, und erreichte ihr Ziel zudem einen Tag schneller als die urspr\u00fcngliche R\u00f6merstra\u00dfe. Entlang der K\u00fcste erwarten dich einige Highlights:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Station 19:<\/strong> Die Via Traiana nahm ihren Ausgang urspr\u00fcnglich kurz nach dem Trajansbogen und f\u00fchrte \u00fcber die Ponte Valentino ohne Umweg in Richtung Apulien. Unweit von Buonalbergo begeistert die Ponte delle Chianche, eine der besterhaltenen Br\u00fccken entlang der Stra\u00dfe. Einige der alten Marksteine der Via Traiana wurden hingegen f\u00fcr Bauzwecke entfremdet, darunter die Kirche Santa Maria dei Bossi in Casalbore.<\/li>\n<li><strong>Station 20:<\/strong> Die Kleinstadt Troia wurde auf den Ruinen der antiken Siedlung Aecae erbaut. Nach einer kurzen Tour geht es ins offene Terrain. Kilometerlange, schier endlose Felder begleiten die Via Traiana in Richtung S\u00fcden. Alte Br\u00fccken und Aqu\u00e4dukte s\u00e4umen den Weg nach Herdonia.<\/li>\n<li><strong>Station 21:<\/strong> Eine 170 Meter lange Br\u00fccke mit f\u00fcnf massiven B\u00f6gen quert den Fluss Ofanto und steuert die Kleinstadt Canosa di Puglia an, wo sich einst eine griechische Siedlung befand. Eine gro\u00dfe Friedhofsanlage, die ihren Ursprung in vorr\u00f6mischer Zeit nahm, s\u00e4umt den Weg. Der verwachsene Arco di Varrone ist ein weiteres Highlight, bevor die arch\u00e4ologische Ausgrabungsst\u00e4tte bei Barletta eine eindrucksvolle Cittadella zutage f\u00f6rdert.<\/li>\n<li><strong>Station 22:<\/strong> Abschlie\u00dfend steuerst du die apulische Hauptstadt Bari an und ziehst weiter nach S\u00fcden entlang der K\u00fcste. Auch hier entdeckst du immer wieder tiefe Furchen alter Wagen, l\u00e4sst sich von der Abtei San Stefano bei Monopoli sowie den gewaltigen Dimensionen der antiken Stadt Egnatia verzaubern. \u00dcberreste alter Heiligt\u00fcmer und fr\u00fchchristlicher Kirchen s\u00e4umen den Weg zu deinem Ziel in Brindisi.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1178\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1178\" class=\"size-medium wp-image-1178\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2288590_pixabay-300x228.jpg\" alt=\"\u00a9pixabay.com\" width=\"300\" height=\"228\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2288590_pixabay-300x228.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2288590_pixabay-900x685.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2288590_pixabay-768x585.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/viaappiareginaviarium_2288590_pixabay.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1178\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9pixabay.com<\/p><\/div>\n<p>Die schier endlose Via Appia sowie die etwas kleinere, ebenfalls spannende Via Traiana waren f\u00fcr die Entwicklung des R\u00f6mischen Reichs von entscheidender Bedeutung. Auf deiner Spurensuche entdeckst du nicht nur alte Stra\u00dfenabschnitte und Wegreste, sondern spannende Ortschaften und faszinierende Ausgrabungsst\u00e4tten, die dir eindrucksvolle Einblicke in das Leben vor zweitausend Jahren und mehr gew\u00e4hren. Als willkommener Nebeneffekt erkundest du beim Besuch der verschiedenen Stationen den str\u00e4flich \u00fcbersehenen S\u00fcden Italiens und entdeckst manch einen wundersch\u00f6nen Ort. Diese ausgedehnte UNESCO-Welterbest\u00e4tte wird dich mit Sicherheit in ihren Bann ziehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie l\u00e4sst sich die kulturelle Relevanz einer Region, ja sogar eines ganzen Landes messen? Dar\u00fcber streiten Experten und Laien seit Jahrhunderten. Die UNESCO-Liste der Welterbest\u00e4tten gibt zumindest einen Anhaltspunkt, und Italien nimmt eine zentrale Rolle ein. 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