{"id":1025,"date":"2022-11-17T04:47:20","date_gmt":"2022-11-17T04:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/?p=1025"},"modified":"2022-11-17T04:47:20","modified_gmt":"2022-11-17T04:47:20","slug":"die-schoensten-orte-des-aostatals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/de\/die-schoensten-orte-des-aostatals\/","title":{"rendered":"Die sch\u00f6nsten Orte des Aostatals"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2001 wurde \u201eI borghi pi\u00f9 belli d\u2019Italia\u201c (dt. \u201eDie sch\u00f6nsten Orte Italiens\u201c) gegr\u00fcndet, eine private Vereinigung, die sich der Pr\u00e4sentation und F\u00f6rderung besonders sch\u00f6ner Fleckchen in Italien widmet. Sie befinden sich h\u00e4ufig abseits g\u00e4ngiger touristischer Pfade und drohen in Vergessenheit zu geraten. Viele von ihnen sind mittelalterlichen Ursprungs, teils sogar autofrei, zeichnen sich durch besonderen Charme und ein harmonisches Ortsbild aus. Im Aostatal im \u00e4u\u00dfersten Nordwesten des Landes gibt es zwei solcher Orte, die unbedingt vorgestellt werden wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00c9troubles<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1026\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1026\" class=\"size-medium wp-image-1026\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_7485035_emanisca-300x211.jpg\" alt=\"\u00a9Bigstock.com\/emanisca\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_7485035_emanisca-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_7485035_emanisca-768x540.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_7485035_emanisca-900x632.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_7485035_emanisca.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1026\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Bigstock.com\/emanisca<\/p><\/div>\n<p>Erster Stopp ist \u00c9troubles. Bereits der Name verr\u00e4t, dass du dich hier im franz\u00f6sischen Teil des Landes befindest. Mit knapp 500 Einwohnern und einer recht gro\u00dfen Fl\u00e4che von ca. 39 km\u00b2 handelt es sich um ein typisches Bergdorf in den italienischen Westalpen. Entlang des Bergpasses Grosser St. Bernhard gelegen, l\u00e4sst sich die Geschichte des Orts bis in r\u00f6mische Zeiten zur\u00fcckverfolgen. \u00c9troubles\u2018 Name leitet sich wohl von lateinischen sowie okzitanischen Begriffen f\u00fcr \u201eStroh\u201c bzw. \u201eStrohfelder\u201c ab und beschreibt das pr\u00e4chtige Umland auf wunderbare Weise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Traditionen und Brauchtum spielen in \u00c9troubles auch heute noch eine \u00fcberaus wichtige Rolle. Im Rahmen der Veill\u00e0 wird das alte Dorfleben lebendig gemacht, von klassischen Handwerksberufen \u00fcber Landwirtschaft bis hin zum typischen Sozialleben. Entsprechend gestaltet sich auch die kulinarische Begleitung, darunter das typische frittierte S\u00fc\u00dfgeb\u00e4ck \u201ebugie\u201c oder \u201eseuppa freida\u201c (hartes, in Rotwein getunktes Schwarzbrot). Im Karneval wird unter anderem der Einzug Napoleons bei einem ironischen Umzug durch den Ort persifliert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben diesen herrlichen Traditionen und Festen, bei denen du sofort mit offenen Armen willkommen gehei\u00dfen wirst, erwarten dich ein paar kleine Sehensw\u00fcrdigkeiten in \u00c9troubles:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Pfarrkirche:<\/strong> Bereits im Mittelalter urkundlich erw\u00e4hnt, ist die heutige Kirche Santa Maria Assunta deutlich moderneren Ursprungs und wurde erst 1815 errichtet. Die Steine des alten Geb\u00e4udes wurden f\u00fcr die neue Struktur verwendet, w\u00e4hrend der Glockenturm romanische Wurzeln tr\u00e4gt.<\/li>\n<li><strong>Torre di Vach\u00e9ry:<\/strong> Der im 12. Jahrhundert als Aussichtssturm f\u00fcr die \u00f6rtliche Verteidigungslinie errichtete Turm wurde in sp\u00e4teren Jahren an Wohnbed\u00fcrfnisse angepasst. Im Zweiten Weltkrieg niedergebrannt und seither langsam restauriert, repr\u00e4sentiert der Torre di Vach\u00e9ry die mittelalterlichen Strukturen \u00c9troubles\u2018.<\/li>\n<li><strong>Freilichtmuseum:<\/strong> Ein Kunstprojekt aus dem Jahr 2005 vereint das charmante Ortsbild mit den umliegenden Bergwelten. 21 bekannte K\u00fcnstler verwandelten Hausw\u00e4nde des Dorfs in ein gewaltiges Freilichtmuseum, das dich auf deinen Spazierg\u00e4ngen durch \u00c9troubles begleitet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bard<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1027\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1027\" class=\"size-medium wp-image-1027\" src=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_337591654_bigstock-300x200.jpg\" alt=\"\u00a9Bigstock.com\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_337591654_bigstock-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_337591654_bigstock-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_337591654_bigstock-900x600.jpg 900w, https:\/\/www.zainoo.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/aostatal_337591654_bigstock.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-1027\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Bigstock.com<\/p><\/div>\n<p>Am Fluss Dora Baltea gelegen, hat sich Bard der Erhaltung des kulturellen Erbes des Aostatals verschrieben. Aufgrund seiner idealen Lage mitten in einer engen Schlucht war Bard bereits in der Jungsteinzeit besiedelt und sp\u00e4ter Teil einer Verbindungsstra\u00dfe zwischen gallischen und r\u00f6mischen Gebieten. Entsprechend kommt der Ortsname wohl vom keltischen Begriff \u201ebar\u201c, der eine Festung oder ein befestigtes Gebiet beschreibt. So d\u00fcrfte es dich auch kaum verwundern, dass Bard (ca. 120 Einwohner, 3 km\u00b2 Fl\u00e4che) im Laufe seiner Geschichte eine nicht zu verachtende Rolle als Verteidigungsanlage spielte und im Mai 1800 sogar den \u00dcberraschungsangriff der franz\u00f6sischen Armee eine Zeit lang aufhalten konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwas \u00fcberraschend f\u00fcr einen solch vergleichsweise schmalen Streifen Land w\u00e4chst etwas Wein auf den Terrassen entlang der alten R\u00f6merstra\u00dfe. Die regionalen Weinbauer zeigen sich besonders hartn\u00e4ckig und lassen sich von der widrigen Lage mit hochaufragenden Felsen ringsum nicht ins Bockshorn jagen. Ein intensiver Rotwein von der Nebbiolo-Traube mit leichtem Mandelgeruch erfreut den Gaumen ebenso wie die typischen Kekse \u201epaste de meglia\u201c aus St\u00e4rkemehl oder die beliebte Weihnachtssuppe \u201eb\u0153uf de No\u00ebl\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4lt auch Bard manch einen Schatz f\u00fcr dich bereit:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Forte di Bard:<\/strong> Erste Festungsstrukturen lassen sich auf die Ostgoten im 6. Jahrhundert zur\u00fcckverfolgen, bevor die Grafen von Aosta und Savoyen f\u00fcr einen Ausbau sorgten. Auf Veranlassung Napoleons im Jahr 1800 gesprengt und zerst\u00f6rt, nachdem franz\u00f6sische Truppen dort aufgehalten worden waren, erfolgte ein Neubau der majest\u00e4tischen Anlage in den 1830er Jahren. Sie beheimatet heute zahlreiche Museen und Ausstellungen, darunter das pr\u00e4chtige Museo delle Alpe. Hier wird die Geschichte und Natur der Westalpen greifbar gemacht.<\/li>\n<li><strong>Pfarrkirche:<\/strong> Wie es sich f\u00fcr ein anst\u00e4ndiges Dorf geziemt, verf\u00fcgt auch Bard \u00fcber seine eigene Kirche, die, \u00e4hnlich wie in \u00c9troubles, Mari\u00e4 Himmelfahrt gewidmet ist, urspr\u00fcnglich aus dem Mittelalter stammt, und im 19. Jahrhundert wiedererrichtet wurde. Der Glockenturm konnte sich sein romanisches Antlitz hingegen beibehalten.<\/li>\n<li><strong>Umgebung:<\/strong> Rund um Bard erwarten dich weitere kleine D\u00f6rfer, die sich prima mit kleinen Touren durch die Region verbinden lassen. Das mittelalterliche Albard sowie die H\u00e4user aus Stein von Crous inmitten der Kastanienw\u00e4lder sind besonders eindrucksvoll. Ein Ausflug zum bezaubernden T\u00eate de Cou mit ebenso bezaubernder Aussicht geh\u00f6rt auch dazu.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Aostatal ist Heimat wundersch\u00f6ner Orte, die, wie auch die Region selbst, viel zu oft \u00fcbersehen, ja geradezu str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt werden. Dabei ist der magische Nordwesten Italiens stets einen Besuch wert. Entdecke diese und weitere magische Orte des Landes in deinem n\u00e4chsten Urlaub und lass dich von ihrem urspr\u00fcnglichen Charme verzaubern!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2001 wurde \u201eI borghi pi\u00f9 belli d\u2019Italia\u201c (dt. \u201eDie sch\u00f6nsten Orte Italiens\u201c) gegr\u00fcndet, eine private Vereinigung, die sich der Pr\u00e4sentation und F\u00f6rderung besonders sch\u00f6ner Fleckchen in Italien widmet. 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